Die Hochwasserkatastrophe

Vielen Dank an die unermüdlichen Helfer

 

Liebe Museumsfreunde,

leider können wir jetzt erst Informationen über den Stand unseres Museums bereitstellen, da unser Administrator von der Aussenwelt abgeschnitten war und keine Internetverbindung möglich war.

Auch unser Museum hat es schwer getroffen. Wie auf unserer Seite zu lesen ist, haben wir unsere gesamten Exponate in einem Kellerlager unterhalb des ehemaligen Kaufhauses Victor für die Zeit des bestehenden Umbaus eingelagert. Auch dieser Kellerraum ist nicht vom Hochwasser verschont geblieben und wurde bis unter die Decke geflutet. Mit einer großartigen Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern und den Mitarbeitern der Stolberg Touristik wurden alle tragbare Exponate aus dem Keller geborgen und in ein neues Lager verbracht. Die schweren Maschinen und Pressen etc. liegen nach wie vor in dem Kellerraum und können erst später geborgen werden. Wie groß der Verlust an Exponaten sein wird, kann zur jetzigen Zeit noch nicht abgeschätzt werden. Unsere nächste Aufgabe besteht nun darin die geborgenen Exponate zu trocknen, zu reinigen und nach Möglichkeit zu restaurieren. Damit Sie sich ein Bild der unglaublichen Zerstörung machen können, haben wir einige Bilder unserer Exponate auf dieser Seite aufgeführt.

Wer das Museum in dieser Arbeit unterstützen möchte, kann sich gerne bei uns unter der hier aufgeführten Kontaktadresse melden. 

Ihr Vorstand

Wie geht es weiter?

Liebe Museumsbesucher,

es ist vollbracht, heute haben wir die letzten Kisten von Exponaten auf Regale im neuen Lager zum trocknen einsortiert. Dabei haben wir zum Erschrecken feststellen müssen, wie sehr unsere Exponate gelitten haben und wie viele auch nicht mehr gerettet werden konnten.
Exponate aus 11 Räume ist eine Menge. Wir werden nun jedes einzelne Exponat säubern, versuchen aufzuarbeiten und wieder instandzusetzen.Wir möchten Sie hier auf unserer Facebook Seite und Internetseite 

www.museum-torburg.de

mit auf die Reise der Instandsetzung unserer Exponate nehmen und halten Sie auf dem Laufenden.Wir stellen Ihnen den ersten Raum vor; unsere urige Kaffeestube

Wer unsere urige Kaffeestube kennt, weiß wie viele unterschiedliche Kaffeemühlen dort auf Regale, an der Wand und Fensterbank, gestanden bzw. gehangen haben.

Ich darf Ihnen verraten, es waren über 160 Stück. (siehe Foto) Viele ausgefallene Holzkaffeemühlen, aber auch wertvolle Stücke aus Messing und Porzellan in unterschiedlichen Größen. 

Ob wir alle retten können, ist die Frage. Die Holzkaffeemühlen sind vom Wasser und Schlamm zum größten Teil alle aufgequollen und verzogen. (siehe Foto)

Die großen elektrischen Kaffeemühlen müssen noch geprüft werden.

Was haben wir aus der Kaffeestube verloren:

  • Omas alter Schubladenschrank
  • Die alten schönen Holzwandregale
  • Holzeckbank mit Stühlen
  • Der Tisch
  • Bilderrahmen mit Küchenschürze
  • Rahmen mit den Stickbildern
  • Spülmaschine

und noch vieles mehr.

Um unsere Kaffeestube im Rahmen der Umbauarbeiten wieder in diesen urigen Zustand bringen zu können, sind auch wir auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, sei es mit Geldspenden, um neue Exponate erwerben zu können, Sachspenden für unsere Kaffeestube oder uns alte Kaffeemühle schenken möchten, würden wir uns sehr freuen.

Spendenkonto und Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage.

Auch wenn es noch mit Sicherheit eine längere Zeit dauern wird, bis wir unsere Türen wieder öffnen können, arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass Museum in alten Glanz erscheinen zu lassen. Mit ihrer Mithilfe wird uns das gemeinsam Gelingen dieses einmalige Museum in der Torburg wieder mit Leben zu erfüllen.

Das Museumsteam sagt Danke an die vielen Helfer, die uns bis jetzt bei der Aufarbeitung der Hochwasserkatastrophe unterstützt haben und freuen uns auf ihre weitere Unterstützung.

Ihr Museumsteam

Der erste Schritt ist getan

Liebe Museumsfreunde,
nachdem wir nun alle Exponate aus dem Lager bergen konnten, haben wir nun mit der Sanierung der einzelnen Exponate begonnen. Einen Schwerpunkt bildet die umfangreiche Sammlung von Kaffeemühlen. Fast jede zweite Kaffeemühle hat durch das Wasser und den Schlamm einen mehr oder weniger großen Schaden erlitten. In der folgenden Bildreihe zeigen wir Ihnen anhand eines Beispiels die aufwendige Sanierung der Kaffeemühlen.

Kaffeemühle nach dem Hochwasser

Die meisten Kaffeemühlen sind aus Holz gefertigt .Die einzelnen Holzteile sind verleimt worden. Da der damals verwendete Leim nicht wasserbeständig war, löste dieser sich auf und die Holzmühle fiel somit in ihre Einzelteile auseinander. 

Stand der Sanierung nach ca. 2 Stunden

Auf dem Bild ist der Zwischenstand der Sanierung der Kaffeemühle zu sehen. Nach dem die Kaffeemühle vom Schlamm befreit war und alle bewegliche Teile wieder gangbar gemacht wurden, konnten die Einzelteile wieder zusammengefügt und geleimt werden. Der Kabelbinder dient zum fixieren der Einzelteile.

Die sanierte Kaffeemühle

Nachdem der Leim getrocknet ist, konnte die Fixierung wieder zurückgenommen werden. Nun bekam das Holz eine pflegliche Beg´handlung mit einem speziellen Holzpflegeöl. Nun erstrahlt die Kaffeemühle wieder in altem, neuen Glanz und wartet darauf wieder in unsere Kaffeestube aufgestellt zu werden.

Noch ein Beispiel

Auch diese Kaffeemühle hat es schwer getroffen und die Einzelteile mussten erst einmal alle neu zugeordnet werden.
 

Ein Zwischenstand 

Bis jetzt konnten wir ca. 40 Kaffeemühlen von über 160 wieder in ihren Ursprungszustand zurück versetzen. Eine große Anzahl von Kaffeemühlen waren nicht zu retten, konnten aber durch Spenden aus der Bevölkerung wieder zum größten Teil ersetzt werden. Hierfür von uns ein großes D A N K E S C H Ö N.

Die sanierte Kaffeemühle

Hier sehen sie die fertig sanierte Kaffeemühle aus dem rechten Bild. Unsere Restauratoren machen einen tollen Job und zeigen was alles möglich ist.

Unsere Kaffeestube

Dank unserer fleißigen Restauratoren wird die Kaffeestube wieder in ihren schönen alten Ambiente eingerichtet werden können.

Der Ausschuss

Wir konnten in mühevoller Kleinarbeit über 95% unserer Kaffeemühlen wieder instandsetzen, so dass nur ein kleiner Teil als Schrott übrig geblieben ist.

Unser Lager

Mittlerweile haben wir wieder über 180 Kaffeemühlen in über 30 Kartons einpacken, inventarisieren und einlagern können. 

 

Ein besonderer Dank möchten wir an die vielen Spender richten, die unsere Sammlung mit über 30 Kaffeemühlen bereichert haben. Denn nur mit diesen Kaffeemühlen können unsere Besucher auch selber wieder ihren Kaffee von Hand mahlen und so ein Gefühl der Vergangenheit erfahren. 

Die nächsten Ziele

Mittlerweile haben wir ca. 30% unserer Exponate bearbeitet und inventarisiert und können uns nun auf die nächsten Ziele konzentrieren und wollen diese kurz vorstellen.

Metall

Ab den 15.09. beginnen wir mit der Aufarbeitung und Inventarisierung der Metallabteilung. Hierzu gehören neben den vielen schönen Messing und Kupferexponate auch die Werkzeuge die man benötigt um diese Objekte herzustellen. Die Hauptaufgabe wird sein den Schlammschleier, der sich auf die Metallobjekte gelegt hat, zu entfernen . Bei den Eisenteile ist ein entrosten angesagt, da diese doch schon relativ stark angerostet sind.

Die Glasausstellung

Die Glasausstellung ist die aufwendigst zu restaurierende Abteilung. Die Ausstellung umfasst neben dem einfachen Gebrauchsglas auch sehr empfindliche Gläser aus den Zeiten der Glasherstellung in Stolberg. Jedes einzelne Glasexponat wird mit äusserster Vorsicht von Hand gereinigt und getrocknet, inventarisiert und bruchfest eingepackt. Mit dieser Maßnahme sind wir von Anfang an beschäftigt und wird nach jetziger Abschätzung in dieser Woche fertiggestellt.

Die Holzbearbeitung

Die Exponate der Ausstellung für die Holzbearbeitung werden zur zeit noch nicht bearbeitet. Dies wird nach jetziger Planung voraussichtlich Ende Oktober starten.

Die Bleiausstellung

Mit der Bearbeitung der Bleiausstellung werden wir am 15.09. beginnen und haben hierfür mindestens 5 Arbeitstage angesetzt. Die Hauptaufgabe wird sein, den angesetzten Schlammschleier so von den Exponaten zu entfernen, dass diese nicht unnötig beschädigt werden.